Hanseatenweg → Halle 2

SA – MI
17 – 21 Uhr

Wir sind so frei #1 Fidelio

Ausstellungsperformance von Novoflot und L. v. Beethoven

 

Fidelio ist der erste Teil der Trilogie Wir sind so frei #1 – #3, die Novoflot dem Jubilar Beethoven widmen, die zwischen Oper und Klavierkonzert, musiktheatraler Ausstellung und Sinfonie, philharmonischer Raumerkundung und neu komponierter Musik entsteht.

Unterschiedlichste Instrumentalensembles, Sänger*innen sowie Performer*innen werden Aspekte der eigenwilligen kompositorischen Praxis Ludwig van Beethovens konsequent weiterdenken und in extremen räumlichen Dispositionen szenisch erkunden. Beethovens Neugier auf das Widersprüchliche dient hierbei als entscheidender Motor! Wir sind so frei #1 – #3 ist eine Betrachtung von 250 Jahren heftigster Auswirkungen eines singulären musikalischen Œuvres auf die Kunst der Gegenwart und die Gegenwart der Kunst.

Im ersten Teil der neuen Trilogie lassen Novoflot Beethovens Fidelio als Echo einer Freiheitsoper erklingen. In einer Ausstellungsperformance für Trompete, Sound-Installation, Tasten und Stimmen erscheinen inmitten eines Stelenfelds akustischer Quellen und Artefakte die Errungenschaften der französischen Revolution als längst vergessene Attribute. Das Trompetensignal, einst die heilbringende musikalisierte Botschaft vom vermeintlichen Happy End ist Grundstein einer Versuchsanordnung für den Trompeter Damir Bacikin, der im White Cube mit einem Ensemble von Performern das utopistische Potential der Oper sowie Beethovens musikdramaturgischen Findungsprozess untersucht. Dabei erklingen die Protagonisten der Oper als Stimmen aus dem Jenseits, die der Komponist und Pianist Antonis Anissegos in ein Kaleidoskop von Sound, Originalmusiken und Neukomposition verwandelt.

Sven Holm (Regie), Vicente Larrañaga (Musikalische Leitung), Antonis Anissegos (Komposition / Soundinstallation), Elisa Limberg (Bühne), Anne Storandt (Mitarbeit Bühne), Silvie Naunheim (Kostüme), Mirko Borscht (Video), Rafal Dziemidok (Choreographie), Sven Holm & Malte Ubenauf (Konzept) Ismael Schott (Lichtdesign & technische Leitung), Koray Alkan (Sounddesign), Dörte Wolter, Miriam Glöckler & Thorsten Cölle (Produktion)

Mit Antonis Anissegos, Damir Bacikin, Maxime Barbasetti, Konstantin Bez, Almut Kühne, Vicente Larrañaga und Renae Shadler

Stimmen aus dem Jenseits / Soundinstallation: Rebecca von Lipinski (Leonore), Narine Yeghiyan (Marzelline), Florian Hoffmann (Jaquino), Antony Shelley (Rocco)

Ein Projekt im Rahmen von BTHVN2020. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste. www.novoflot.de

Vorschau auf Teil 2 und 3 der Trilogie:
#2 Die 10. Sinfonie / Kölner Philharmonie, Premiere am 14. Oktober 2020
#3 ∞ – Ma non troppo / Theater im Delphi, Frühjahr 2021