Hanseatenweg → Studio

SO 15.3.
20 Uhr

Aus dem Labor: Experimente für großes Ensemble

Abschlusskonzert

 

Ari Rabenu: Rondo (rituals) (2020) UA für Echo Ensemble

Akkad Izre’el: Permanent Portfolio (2020) UA für Echo Ensemble

Eleni Ralli: The Butterfly Effect (2019-2020) UA für Echo Ensemble und drei Solisten

Das durch das Echo Ensemble gestaltete Abschlusskonzert führt Aktienkurse, einen Schmetterling und die Zwangsstörung OCD zusammen. Wie kann das gehen?

Akkad Izre‘el gruppiert in Permanent Portfolio die Musiker*innen des Echo Ensemble in den verschiedenen Ecken des Aufführungsraumes. Jede Gruppe bildet eine soziologische Einheit und überträgt Daten aus der Welt der Vermögenswerte auf unterschiedliche musikalische Regeln, die sowohl klaren algorithmischen Prinzipien folgen als auch große kompositorische Freiheit erlauben. Im Ganzen der Komposition werden diese Gruppen in eine Balance gebracht (so, wie auch die Anlageformen im Portfolio balanciert sein sollten). Also wurden durch einen Algorithmus für den Verlauf des Werks vier Balancepunkte bestimmt. Allerdings hat Akkad Izre‘el schon nach dem zweiten Balancepunkt seine Algorithmen verlassen. Komposition ist unvorhersehbar, so, wie es auch die Ökonomie ist.

Eleni Ralli betrachtet die Welt aus einer komplett anderen Perspektive. Ihre Komposition The Butterfly Effect für Echo Ensemble und drei Solisten (2019 – 2020) thematisiert kompositorisch, wie kleine, an sich unbedeutende und unabhängig voneinander auftretende Ereignisse einen großen, nicht vorhersagbaren Einfluss auf die Zukunft haben.

Und was schreibt Ari Rabenu über sein Stück Rondo (rituals)? „Ode an OCD“ und nichts weiter.

Mit Echo Ensemble der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, Leitung: Manuel Nawri, Solisten: Alice Belugou (Harfe), Uli Fussenegger (Kontrabass), Chris Moy (E-Gitarre)